DIE LINKE.Coswig-Weinböhla: Tag der Befreiung - der Siebenundsiebzigste!

DIE LINKE.Coswig+Weinböhla: Tag der Befreiung - der Siebenundsiebzigste!:  

Für den ausführlichen Bericht bitte Hauptüberschrift anklicken!

Unser Geh denken             . ..in Weinböhla am 8.Mai    Sie sprach uns aus dem Herzen.... Seit 77 Jahren ist dieser unsägliche 2. Welt...

 

 

 

1. Mai 2022 in Coswig

 

Auf dem Wettinplatz – ist was los mein Schatz!

 

Wir laden ein:
(14:30 Uhr bis 18 Uhr) 

  • gemeinsam zu feiern,

  • zu reden,

  • zu essen und zu trinken (gegen Spende).


Diese Art, den „Tag der Arbeit“ fröhlich und besinnlich, nachdenklich und im Dialog zu begehen, hat eine über zwanzigjährigen Tradition in Coswig. Ursprünglich, beginnend in den 1990er Jahren nur als ein Fest von PDS und SPD, hat sich die Veranstaltung durch Beteiligung vieler weiterer demokratischer Menschen wirklich zum Jedermann-Fest gemausert, das auch seitens der Stadtverwaltung (Ordnungsamt) stets unbürokratisch unterstützt wurde. 

 

Zur Unterhaltung werden aufgeboten:

  • Eine Hüpfburg und Zuckerwatte für die Kleinen (Zuckerwatte für die Tanzmäuse kostenlos),

  • Kindertanz

  • Ausschank von juristisch untadeligem sächsischen Bier,

  • Bratwürste und Fischsemmeln.

  • Kaffee und Kuchen am Kuchenbuffet. 

     


     

 

 


Wir können auch gewandert haben ...

 Impressionen von der Friedenswanderung am Ostermontag 2022

Der Einladung des Kreisverbandes Sächsische Schweiz - Osterzgebirge folgten drei Mitglieder aus Weinböhla und Coswig - darunter 2 Vorstandsmitglieder

Pfarrer Sebastian Kress aus Hohnstein dankte ausdrücklich dafür, angesprochen und eingeladen worden zu sein.

Auch in seinen Gemeinden Sebnitz und Hohnstein zwingt der bedrohte und gebrochene Friede alle Menschen tagtäglich neu Position zu beziehen. Die Kirchliche Friedensbewegung aus den 1980er Jahren kennt er nur noch von der Generation seiner Eltern.


MdB André Hahn berichtete von seinem Erschrecken im Bundestag, wie schnell plötzlich Geld für Rüstungsgüter flüssig gemacht wurde - und durch welche Fraktionen.

Thema war auch der moralische Verfall der deutschen Friedenspolitik seit 1990.

Bei aller Freundschaft zum russischen Volk - nichts rechtfertigt einen Krieg!

 

Auch der Bürgermeister - seit 2008 - von Hohnstein (Sächsische Schweiz), Daniel Brade (UWV) - leider ohne Bild - ging mit seiner Partei (SPD) im Bundestag schonungslos ins Gericht.



Wanderer und Radler waren gekommen, um ihre Position zu zeigen.


Landratskandidat Lutz Richter (DIE LINKE) sprach über seine friedenspolitische Orientierung für den Kreis und über das politische Klima entlang der ältesten Friedensgrenze Europas, die über den Erzgebirgskamm und die Elbsandsteine seit dem Vetrag zu Eger (1459).

Unsere Vertreter aus Weinböhla mit Genossen aus der Sächsischen Schweiz und Dresden.



Liedermacher Tom W-punkt umrahmte die Veranstaltung mit musikalischen Einlagen von Hannes Wader, Reinhard Mey und eigenen Kompositionen.



Auf dem Wege von Stadt Wehlen nach Oberrathen herrschte ein emsige Gedränge. So viele Teilnehmer waren lange nicht dabei.


Nur im Einzelfalle gab es einseitige Solidaritätsbekundungen mit der Ukraine. Die Demonstration galt allen Kriegstreibern und stand hinter denen, die humanistisch denken und handeln.

 


 

Und ganz selbstverständlich ist Keiner zu klein, um die Wichtigkeit des Friedens zu verstehen.


Merk Dir's Du Schaf -
weil immer gilt -
der Fotograf
ist nie auf dem Bild.

(Erich Kästner)




Internationaler Frauentag in Coswig

 Nicht nur Coswigerinnen

Auch afghanische Teilnehmerinnen des aktuellen Computerkurses "Fit for Homeschooling" der Initiative "Coswig - Ort der Vielfalt" in der L29  wurden zum Internationalen Frauentag beglückwünscht. Aber damit nicht genug: Für eine Schülerin der 7. Klasse fand auch gleich einmal nebenbei ein wenig Berufsberatung statt: Der Weg über das Gymnasium zum Jura-Studium - undenkbar unter den Taliban und Mujaheddin - soll noch in diesem Sommer mit einem Ferien-Praktikum in einer Coswiger Anwaltskanzlei beginnen. Nicht nur Frauen-Rechte gilt es zu wahren und zu pflegen. Aber die ganz besonders. Jeden Tag im Jahr.

Wir sind enttäuscht

 Enttäuscht vom völligen Verlust staatsmännischer Vernunft in der russischen Regierung.


 

Laut Lincoln hat die Regierung Putin den Aspekt des Allgemeinwohls gründlich missachtet und von russischer "Staatskunst" kann keine Rede mehr sein.

Die Niedertracht ist soweit sicher.

Aber bei der "klugen Anwendung" sind ebenfalls massive Zweifel angebracht.





Enttäuscht aber auch von der deutschen Regierung:

Nach zwei Jahren Corona und eineinhalb Jahren Diskussion "findet sich" 1 Mrd. Euro für die Pflegekräfte.

Und 100 Mrd. Euro werden "über Nacht" für Rüstungsgüter "gefunden".

Was ist das für ein Verhältnis?

Was sind das für Verhältnisse?




Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am 27.1.2022 - wie war es?


Kreis- und Stadträtin a.D.
Dagmar Gorek las aus
"365 Briefe eines Jahrhunderts"
Große Beteiligung

Corona zum Trotz erschienen 25 bis 30  Coswiger -- selbstverständlich unter strikter Berücksichtigung der gesetzlichen Hygienemaßnahmen - am Gedenkstein in der Bahnhofstraße.

Traditionsgemäß lief nach dem Gedenken die Masse der Teilnehmer noch die Stationen an der Gedenktafel Rudolf-Leonhard-Oberschule und den Gedenkstein an der Karrasburg ab, wo bereits das Gebinde der Stadtverwaltung durch Oberbürgermeister  Thomas Schubert in aller Stille niedergelegt worden war. Auch an diesen beiden Orten gedachten die Teilnehmer der Opfer von Tyrannei und Gewaltherrschaft - auch durch Niederlegen von Blumen.

Dr. Bernhard Mossner,
Vorsitzender der Fraktion
"Bürger für ein nachhaltiges Coswig"

Ansprache des Vorsitzenden der Fraktion "Bürger für ein nachhaltiges Coswig"

 Meine Damen und Herren, liebe Freunde,
am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee von den Nazischergen befreit. Seit 1996 wird an diesem Tag in Deutschland der europäischen Juden, der Sinti und Roma, der Millionen verschleppter Slawen, der Zwangsarbeiter, der Homosexuellen, der politischen Gefangenen, der Zeugen Jehovas, der Kranken und Behinderten gedacht. Wir erinnern uns der Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns und Völkermordes und der Millionen Menschen, die durch das Hitlerregime entrechtet, verfolgt, gequält oder ermordet wurden. 

Vor achtzig Jahren fand in Berlin die Wannsee-Konferenz statt, der Völkermord an den Juden als sogenannte „Endlösung der Judenfrage“ wurde in bis dahin unvorstellbarer Weise systematisch geplant und organisiert. 

Was bedeutet es uns heute, wenn wir auf diese schlimme Zeit zurückschauen? Fragen wir uns, ob genug getan wird, damit so etwas in unserem Land niemals wieder geschehen kann? Vielleicht bewegt Sie die Frage, wie derart Schreckliches in den Jahren 1933 bis 45 überhaupt passieren konnte? 

Der Journalist Sebastian Haffner schätzte im Jahr 1939 die Haltung der deutschen Bevölkerung zahlenmäßig: 20 Prozent seien Nazis gewesen, 40 % verhielten sich loyal zum Naziregime, 35 % waren stumme Gegner der Nazis und knapp 5 Prozent bildeten die Opposition, die härtester Verfolgung ausgesetzt war. Immerhin ein Fünftel der deutschen Bevölkerung hatte sich zur Gefolgschaft Hiters verführen lassen. Das war durch die Folgen des I. Weltkriegs begünstigt: durch Zerrüttung vieler Familien und des Familienzusammenhalts, durch die Weltwirtschaftskrise und vielleicht auch durch Orientierungslosigkeit in der sehr liberalen Weimarer Republik. 

Für uns heutige ergibt sich daraus die Aufgabe, unsere Demokratie funktionsfähig und lebendig zu erhalten, so dass sie trotz mancher Schwächen für die Menschen im Land attraktiv bleibt. Wir müssen uns gebraucht fühlen, eine Aufgabe auch jenseits des Arbeitslebens finden und ausfüllen, durch Zusammenwirken mit Anderen Selbstwirksamkeit und kleine Erfolge spüren. Die Möglichkeiten dafür sind vielfältig. 

Das Engagement in politischen Organisationen ist wichtig, damit eine möglichst breite Basis der Bevölkerung an der politischen Willensbildung beteiligt wird. Das lässt sich auf kommunaler Ebene am leichtesten in die Tat umsetzen, gibt es doch zahlreiche Angebote der Bürgerbeteiligung. In Sport-, Kultur- und Freizeitvereinen wird eine sehr gute Arbeit geleistet, man kann sich ohne Hürden einbringen und Geselligkeit, neue Impulse und Glückserlebnisse gewinnen. Ein intaktes Familienleben, intensive Kontakte über Generationen hinweg stabilisieren junge Menschen und zeigen verschiedene Perspektiven auf. 

Also – Großeltern und Enkel sollten sich mehr miteinander beschäftigen. Grundlegende Bedeutung aber haben Bildung und Erziehung – und das für Junge und Alte gleichermaßen. Eine interessante Schulbildung bietet jede Menge Anregungen, wie will man den heutigen Gedenktag ohne Geschichtskenntnisse verstehen? Wie will man sich ohne ständige Information aus soliden Quellen (seriöse Tageszeitung, öffentlicher Rundfunk usw.) als Wählerin an der Demokratie beteiligen? Und es ist keineswegs wirkungslos, bei welcher Partei man sein Kreuzchen setzt. 

Auch wennder Einfluss der Großkonzerne auf die deutsche Politik sehr stark ist, unterscheidet sich die praktische Politik der großen Parteien deutlich. Forderungen wie ein höherer Mindestlohn, mehr Tariftreue in Unternehmen und stabile Rente und stabiles Renteneintrittsalter sind wichtig, damit sich Menschen nicht zurückgelassen fühlen. 

Zum Thema Bildung gehört auch, die Ergebnisse der Wissenschaft ernst zu nehmen. Wenn man Meinungen gegen wissenschaftlich überprüfte Tatsachen stellt, wird eine gute Entwicklung der Gesellschaft gefährdet. Der Apfel fällt nun mal nicht nach oben, das müssen wir akzeptieren. Ohne die Fakten zu berücksichtigen, kann man keine solidarische Gesellschaft gestalten. Es ist unumgänglich,  dass wir an das Wohl unserer Mitmenschen denken. Etwa an diejenigen, deren dringend nötige Operationen wegen mit ungeimpften Coronapatienten überfüllter Intensivstationen nicht durchgeführt werden können, das bedeutet zusätzliche Opfer an Menschenleben. 

Kehren wir zum Ausgangspunkt zurück: Natürlich bleibt es unsere dauernde Aufgabe, gegen rechtes Gedankengut und rechte Bestrebungen aufzutreten. Sich an Demonstrationen beteiligen, die von Rechtsradikalen unterwandert sind – darf man das? Wir wollen einander zuhören, aber auch die Kraft der Argumente einsetzen. Bemühen wir uns gemeinsam um gelebte Menschlichkeit und eine lebendige
Demokratie. 

Im Gedenken an die Opfer von Faschismus und Krieg legen wir dieses Gebinde im Namen der Bürgerschaft der Stadt Coswig nieder. Ich bitte Sie um eine Minute des stillen Innehaltens.


 


 

Gedenktag am 27. Januar 2022

 

Die "Fraktion Bündnis für ein nachhaltiges Coswig" im Coswiger Stadtrat lädt ein




Die Fraktion BnC lädt am 27. Januar um 16 Uhr zum öffentlichen Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus an den Gedenkstein Bahnhofstr. ein.


Der Zeitpunkt geht auf die Anregung von Thomas W.-N. zurück, damit Arbeitende teilnehmen können.

 

 

 

Dazu heißt es aus der Stadtverwaltung:

"Die Fraktionen des Coswiger Stadtrates hatten sich in früheren Jahren darauf geeinigt, den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar zusammen zu begehen.
- 2021 -

Pandemiebedingt ist jedoch - wie schon 2021 - die gemeinsame Veranstaltung mit interessierten Bürgern am Gedenkstein an der Bahnhofstraße, der Tafel an der Leonhard-Frank-Oberschule und am Gedenkstein an der Karrasburg nicht angezeigt.

Die Parteien oder Bürger, die die Opfer auf ihre Weise ehren möchten, werden das auch in diesem Jahr allein tun.

Oberbürgermeister Thomas Schubert wird in aller Stille ein Blumengebinde am Gedenkstein Karrasburg niederlegen."

- 2013 -

Meistgelesene Posts seit Blog-Beginn (mehr im Archiv rechts - oder via Suche)